Prävention für Pflegekräfte

GESUND pflegen - GESUND bleiben!

Hier finden Sie fortlaufend schnelle und einfache

 Anregungen für Ihren Stationsalltag:

 

Abfedern von StressspitzenFotolia 69770222 XS

Ein Pflegeberuf ohne Stresssituationen ist völlig illusorisch.
Es wird immer Phasen geben, in denen es einem Patienten plötzlich schlecht geht, ein Zugang kommt oder
andere Berufsgruppen genau jetzt unsere Unterstützung einfordern.
Die Fähigkeit, mit diesen Veränderungen und Störungen im Arbeitsablauf gut umzugehen, nennt sich Resilienz.
Man versteht darunter eine Art seelische Unverwüstlichkeit, die Fähigkeit, mit Druck umzugehen. Sie beinhaltet körperliche und geistige Flexibilität. Ähnlich einem Stehaufmännchen kann einen nichts umwerfen. Man erholt sich schnell von Stresssituationen und geht gestärkt aus ihnen hervor. Resilienz beschreibt 7 Faktoren:

  

1. Optimismus:

  •  Positive Grundeinstellung im Leben
  •  Freude am Beruf
  •  Die Belastungssituation als Herausforderung sehen
  •  Selbstvertrauen in persönliche Stärken entwickeln

2. Akzeptanz nicht beeinflussbarer Situationen:

  •  Möglichst entspannt reagieren
  •  Radikal akzeptieren statt unnötig ärgern und aufregen (=Energieverlust)
  •  Stressreduktion, da ich nicht mehr gegen etwas ankämpfe
  •  Konsequenz: Stress runter – Energie rauf!

3. Lösungsorientierung:

  •  Neuplanung der Arbeitsabläufe aufgrund veränderter Umstände:
  •  Was kann ich JETZT Sinnvolles tun?
  •  Was ist JETZT am wichtigsten?
  •  Was ist absolut notwendig?
  •  Was muss SOFORT erledigt werden?

4. Opferrolle verlassen:

  •  Positives Denken und Handeln statt anderen die Schuld zuzuweisen
  •  Positive Körperhaltung und Gestik
  •  Kontrolle gewinnen, denn erlebter Kontrollverlust erhöht das Stressempfinden
  •  Vertrauen in eigene Stärken und Kompetenzen – „Das schaffe(n) ich/wir"

5. Verantwortung übernehmen:

  •  ins Handeln kommen statt Grübeln und Hadern
  •  Probleme und Schwierigkeiten eingestehen

6. Hilfreiche Netzwerke /Teamwork:

  •  Kollegen um Hilfe bitten und Hilfe annehmen, dies reduziert die individuelle Arbeitsbelastung und das Stresserleben
  •  „Teamgeist" pflegen, d.h. Sicherheit und Zuverlässigkeit (er)leben
  •  Persönliche Beziehungen zu Kollegen pflegen

7. Planen der Zukunft:

  •  Nachträgliche Reflexion des eigenen Handelns ermöglicht Erkenntnisgewinn:
     hilft Stressquellen zu erkennen und zukünftig zu vermeiden
  •  Wie habe ich reagiert?
  •  Was könnte ich zukünftig besser machen?
  •  Was hat in mir Stress ausgelöst?
  •  Perspektivwechsel (in die Rolle, z.B. des Arztes schlupfen) ermöglicht Verständnis für das Handeln  anderer Beteiligter

  

 Weitere Anregungen folgen.....

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